Donnerstag, 15. Dezember 2016

Neue Homepage

Termine und Seminarinhalte sind umgezogen auf meine neue Homepage http://die-pferde-sind-nicht-das-problem.de/start.htm. Diese Seite wird demnächst gelöscht.

Sonntag, 31. Januar 2016

Faszientraining ist Einstellungssache




Der nächste Termin für das Seminar "Faszientraining ist Einstellungssache" mit den Schwerpunkten Biotensegrity und Faszienzugbahnen ist der 30.04.-1.05.2016.

Dies ist einer von nur zwei Terminen mit diesem Schwerpunkt in 2016!
 
 Anmeldungen bei Kerstin Jaud, www.kerstinjaud.de.

Freitag, 23. Oktober 2015

Biotensegrity

Über mehr als drei Jahrhunderte - seit Giovanni Borelli im 17.Jahrhundert die menschliche Anatomie als ein System aus Hebel- und Kraftarmen darstellte - hat das inzwischen sehr fragwürdige System der orthodoxen Biomechanik die Sichtweise und damit auch das Denken und die Wahrnehmung all derer bestimmt, die sich mit lebenden Körpern in Bewegung befassen.

Wenn man die newtonschen Gesetze zur Berechnung dessen, was ist, anwendet, zeigen die Ergebnisse, dass Hummeln nicht fliegen und Pferde keinen Reiter tragen können, dass es die Dinosaurier nicht gegeben haben kann.
 
Tensegrity beschreibt eine Funktions- und Konstruktionsweise von Strukturen, in dene feste Elemente in einem Netz der Zugspannung einen Raum aufspannen (siehe Bild, (c) Fotolia).
 
Biotensegrity  ist eine Wissenschaft, die genau die Widersprüche auflösen kann, die sich bei genauerer Betrachtung der Biomechanik ergeben. Biotensegrity findet die tensegralen Funktions- und Konstruktionsweisen in der Natur und bietet einen neuen Zugang zur Körper- und Bewegungswahrnehmung.

An Biotensegrity führt in meinen Seminaren kein Weg mehr vorbei, da sie ein Erklärungsmodell für die Bewegung lebender Körper liefert, das wesentlich schlüssiger ist als das der klassischen Biomechanik. Biomechanik als Wissenschaft von der Bewegung lebender Körper hat nach wie vor ihre Berechtigung, während die auf Hebelgesetzen basierenden orthodoxen biomechanischen Konzepte endgültig ausgedient haben.
 
Das bedeutet nicht, dass alles reiterliche und tiermedizinische Wissen und Können, das sich auf der Grundlage der Biomechanik entwickelt hat, plötzlich wertlos ist. Biotensegrity als Wissenschaft bietet jedoch ein übergeordnetes System, in dem die bekannten Fakten zusammen mit vielem, was bislang nicht erklärbar war, ihren Platz finden. Ein großer Teil der althergebrachten reiterlichen Sichtweisen, Meinungen, Glaubenssätze und Interpretationen erweisen sich jedoch zu einem großen Teil als nicht kompatibel, während andererseits Wahrnehmungen, die bislang nicht erklärbar waren und das Gespür vieler ReiterInnen (das dem, was „man tut“, widersprach) sich problemlos einfügen.

Alle Seminare beginnen mit einer Einführung in die tensegralen Konzepte, um einen offenen, entspannten Einstieg zu ermöglichen. Ziel ist es, das bereits vorhandene Wissen später in diesen Bereich zu übertragen, anstatt die tensegralen Konzepte zu integrieren. (Es wird sozusagen ein neues Regal aufgebaut und mit tensegralen Prinzipien bestückt. Dann erst wird das alte Zeug auf Kompatibilität überprüft, und was passt, übertragen. Funktioniert besser, als in ein volles Wissensregal weitere Informationen stopfen zu wollen.) Es gibt tensegrale Modelle zu sehen, zu fühlen und zu bauen, von den einfachsten Formen bis zu Modellen beispielsweise eines Ellbogens. Dadurch ergibt sich ein leichter Zugang zu tensegralem Denken und tensegralem Verständnis von Bewegung. Dazu gibt es verschiedene Partnerübungen für die Schulung tensegraler Wahrnehmung und tensegralen Bewegens.

Biotensegrity ist keine Behandlungsmethode, auch wenn es bereits so benannte Behandlungsweisen gibt. Andererseits werden Osteopathen vieles wiederfinden, was sie ohnehin so wahrnehmen, aber bislang vielleicht nicht erklären konnten. In meiner "Biomechanik aus der Sicht des Pferdes" habe ich bereits viele Aspekte "tensegral" betrachtet und beschrieben, ohne mir zum damaligen Zeitpunkt darüber im Klaren zu sein, dass es so etwas wie Biotensegrity gibt...

Zu den Terminen (sind noch in Arbeit)

Dienstag, 14. April 2015

Seminarorte und Inhalte

Seminarorte, -themen und Links zu den Inhalten finden sich auf der Termineseite.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Biomechanik statt Pathomechanik

Der Begriff "Pathomechanik" stammt von Jean Luc Corniller und trifft es genau - die Hebel der Biomechanik werden genutzt, um das Pferd in eine Form und in Gehorsam zu zwingen, anstatt es sich die Funktionen erarbeiten zu lassen bis genau diese von der Natur vorgesehenen Hebel ihm helfen, einen Reiter gesund zu tragen.

Mit jedem Seminar erkennen mehr ReiterInnen und Pferdemenschen jeglicher Profession den Unterschied, den die Sichtweise macht und entscheiden sich für die Arbeit mit der "Biomechanik aus der Sicht des Pferdes". Diese Arbeit ist sehr vielfältig und die Konzentration auf die Funktion statt auf die Form führt auf immer neue Wege des gemeinsamen Bewegungslernens. Der theoretische Unterbau aus Biomechanik und Faszienwissen sorgt für neue Bewegungsvorstellungen und -möglichkeiten, nicht für neue Methoden oder Techniken. Die Ideen aus der Biotensegrity liefern nochmals neue Ansätze, Körper in Bewegung zu verstehen.

Inzwischen bin ich unabhängig von den Methoden und Sichtweisen alter und neuer Meister, die Lektionen sind kein Maßstab mehr. Dafür darf ich bei meinen SeminarteilnehmerInnen erleben, wie sich die angestrengten Mienen aufhellen, wenn klar wird: All das, was noch nie befriedigend funktioniert hat, darf als unwesentlich betrachtet werden. Es gibt einen Weg jenseits von Zwangshaltungen jedweder Coleur. (Für das Pferd ist es völlig unerheblich, an welchem Ende seines Bewegungsradius es sich aufhalten soll. Zwang ist Zwang.)

Dienstag, 27. Mai 2014

Seminare

Die neuen Seminare erschließen eine neue Ebene der Arbeit mit den Pferden. Aufbauend auf den Inhalten des Buches "Die Pferde sind nicht das Problem" entwickeln sich sowohl die Arbeit mit Menschen und Pferden als auch die Arbeit von Menschen und Pferden kontinuierlich weiter. Es entstehen neue Verständnisebenen bei allen Beteiligten - und vor allem macht diese Entwicklung allen Spaß.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Das Buch, ...

... das Ulrike sich nach ihrem Privatseminar wünschte, ist nahezu fertig. Es wird mit Sicherheit neue Impulse geben - auch für meine eigenen Seminare.

Freitag, 11. Oktober 2013

Feedback Privatseminar

Nach dem Horse&SpiritFestival gab ich ein zweitägiges Privatseminar für die Veranstalterin des Festivals, Ulrike Dietmann, und eine weitere Eponaquest Instruktorin. Über Ulrikes Feedback habe ich mich sehr gefreut, zeigt es mir doch, dass meine Arbeit auch mit Epona-Grundsätzen kompatibel ist.
 
Durchbruch: Was ich bei Maren Diehl lernte.
 
Selbst Seminarleiterin und professionell mit Pferden arbeitend, habe ich so meine Ansichten über Longieren und Reiten. Alles ohne Druck, alles aus der Verbindung heraus, im Prozess mit dem Pferd. Maren öffnete mir die Augen für einfache und essentielle Gesetze der Bewegung. Sowas liebe ich: einfach, klar, verständlich und wirksam. Zu solchen Essenzen kommt man nur, wenn man sich mit einer Materie lange beschäftigt und sie von allen Seiten beleuchtet. Das hat Maren Diehl getan und man merkt es. Was Schwung bedeutet zeigte sie uns bei einem simplen Spaziergang: Fokus auf die Körpermitte, vom Boden hinaufgeschwungen werden, die Bewegung zirkulieren lassen, zugleich Stabilität und Leichtigkeit. Dasselbe auf das Pferd übertragen: Schubkraft aus der Hinterhand, Tragkraft auf der Vorhand, die Nase als Orientierungs- und Haltepunkt in der Bewegung. Zum ersten Mal habe ich wirklich begriffen, was „Anlehnung“ heißt, die ich bisher vehement als freiheitsbeschränkend abgelehnt habe. Maren musste hitzige Gefechte mit mir ertragen (anhand derer ich im Nachhinein den Begriff "Aushalten" in Zusammenhang mit der Longenarbeit erklären konnte...), aber sie bot überzeugende Beweise. Zurück mit meiner Stute gab es einen phänomenalen Durchbruch. Sie liebte die Anlehnung an den Kappzaum, den sie bisher immer bekämpft hatte. Sie verstand, dass sie hier in ihrer Bewegung unterstützt wird, statt ausgebremst. Das ist nämlich einer von Marens Grundsätzen: nichts tun, was die Bewegung behindert. Aufgrund ihrer profunden Kenntnisse der Anatomie und auch der Kampfkunst konnte Maren genau zeigen, wie das beim Pferd gehen kann. Auch auf meine nicht endenden Fragen zum Reitersitz, zum Gebrauch der Zügel, zu Hilfen hatte sie stets eine überzeugende Antwort. Die Antworten waren nicht beliebig, sondern wurzelten im selben tief durchdachten und erprobten Konzept, in dem das Pferd eingeladen wird sich in seiner Schönheit und seinem Talent zu entwickeln. Auch intuitive Konzepte, Tierkommunikation, energetische Arbeit beherrscht Maren und setzt sie überzeugend ein, um dem jeweiligen Pferd gerecht zu werden.
Diese zwei Tage bei Maren waren ein großer Schritt für mich und ich hoffe, dass Maren, die außerdem sehr unterhaltsam unterrichtet, ihr besonderes Wissen aufschreibt, damit viele davon profitieren können.
 
Ulrike Dietmann
Eponaquest Instructor und Hero‘s Journey mit Pferden
www.spirithorse.info
 

Dienstag, 17. September 2013

Privatseminare

Nach dem großen Erfolg des Seminars für Ulrike und Sonja, das aus der Not entstanden ist, dass keiner der vorgesehenen Seminartermine aus dem Jahresterminplan für die beiden passte, habe ich mir überlegt, Privatseminare in dieser Form offiziell anzubieten.

Zwei Tage, incl. einfachem Mittagessen, Kaffee, Wasser und Tee, pro Nase 250€ bei zwei Personen, inhaltlich "all you can eat": Ihr könnt mir Löcher in den Bauch fragen, ich entwickle die Inhalte passend zu euren Gedankengängen, nehme euch mit zu den Pferden, mit denen ich arbeite und klappe das Laptop auf, in dem zu allen Themen reichhaltiges Bildmaterial gespeichert ist. Wir können auch mit Material über eure Pferde arbeiten, und wenn ihr nicht zu weit weg wohnt, kann ein Teil des Seminars auch mit euren eigenen Pferden stattfinden.

Das geniale am Privatseminar ist, dass man an jedem Thema so lange dran bleiben kann, wie ihr es für nötig haltet. Dass die Themen beliebig verknüpft werden können und dass man Zeit hat, auch mal etwas auszudiskutieren, wofür ein normales Seminar zu wenig Raum bietet.

Auf die Frage, welche Inhalte denn nun besonders hilfreich gewesen seien, kam als Antwort:

"Hilfreich war das mit der Nase, das Konzept Druck und Gegendruck, der in das System zurückfließt und das System nährt. Und genau genommen noch 1000 andere Sachen. Das mit den Faszien, das mit der Energie, die durchgeht, das mit der Ausrichtung, das mit dem motorischen Zentrum, das mit der Eigenverantwortung des Pferdes, das mit dem auf der Welle sitzen, das mit der tragenden Vorhand, mit dem elastischen Auffußen, mit dem Energie aufbauen, die Verbindung zur Kampfkunst. Und dein Humor bei allem."

Anmeldung und Terminfindung (Wochenende, unter der Woche, - egal!) über marendiehl(at )aol.com

Dienstag, 9. Oktober 2012

Zielsetzung

Die optimale Form des Pferdes ergibt sich aus der optimalen Erfüllung seiner Aufgabe als Reitpferd im Rahmen seiner physischen und psychischen Möglichkeiten.

Diese Form muss also etwas absolut Individuelles sein - und ein Ergebnis der individuellen Problemlösung des Pferdes. Unsere Aufgabe ist es, dem Pferd behilflich zu sein, die Losgelassenheit, Balance, Geschicklichkeit und Kraft zu entwickeln, die es ihm ermöglichen, uns durch die Aufgaben des Lebens zu tragen. Um unsere Aufgabe zu erfüllen, brauchen wir zum einen Zeit und zum anderen eine möglichst genaue Vorstellung davon, wie ein Pferd biomechanisch und psychisch funktioniert. Desgleichen benötigen wir Zeit, um ein angemessenes Körpergefühl und motorische Kontrolle zu entwickeln, damit wir unserem perfekten Pferd gerecht werden.   ;))

Die Zielsetzung dieser Seminarreihe ist eine für FreizeitreiterInnen* optimierte reitweisenunabhängige Grundausbildung von Pferd und Reiter:

Die Ausbildung von Pferden, die ihre Aufgabe kennen und ihr gewachsen sind, die ihre ReiterInnen tragen - und nicht nur ertragen, die den Menschen das Reiten beibringen können. So, wie es eigentlich sein sollte.
Die Ausbildung von ReiterInnen, die dem Pferd die Erfüllung seiner Aufgabe so angenehm wie möglich machen.
Die gelassene Zusammenarbeit von Pferden und Menschen. Die Qualität des gemeinsamen Übens**.